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Die Osterbotschaft steigt in den Himmel: Jesus lebt!

Luftballonaktion ostern

In den Tagen vor Ostern wurde unsere Kirche gut besucht. An jedem Tag kamen Menschen, um ihre Gebetsanliegen auf die Ostergrußgarten zu schreiben, die wir am Ostersonntag an Luftballons binden und über unserem Dorf aufsteigen lassen wollten. Diese lagen im Vorraum unserer Kirche aus. Daneben: Andachten zum Mitnehmen. Wenn man nicht gemeinsam Gottesdienst feiern kann, dann holen wir uns den Gottesdienst nach Hause. Von Gründonnerstag bis Ostersonntag waren wir im Gebet miteinander verbunden, den Tag erwartend, an dem unsere Osterbotschaft gen Himmel steigen würde: Jesus lebt! Er ist wahrhaftig auferstanden! Sonntag Morgen, 10.00 Uhr. Eine Trompete und eine Posaune spielen das Osterlob „Christ ist erstanden“ und kurz darauf setzt das volle Ostergeläut ein. Leuchtend farbige Ballons fügen sich zusammen zu einem Gewölbe aus Licht. Es ist, als könnte man es durchwandern. Kühle Töne, helles Blau und dunkles Blau. Weiter hinten ein frühlingshaftes Grün. In der Mitte kräftiges Pink. Wohin führt der Weg? Der Weg der Frauen zum Grab. Ungewiss. Losgehen im Dunkeln. Bedrückt. Ohne Illusionen. Alles vorbei. Nicht die Spur einer Ahnung, was jetzt noch geschehen soll. Da: eine alles erschütternde Begegnung am Ziel ihres Weges. Gotteskräfte sprengen Grenzen. Setzen Leben frei. Ein Engel am Ort des Todes spricht Gottesworte. Unmissverständlich seine Botschaft: Fürchtet euch nicht! Er ist nicht hier! Christus ist auferstanden! Und über Wilhelmsfeld? Hundert leuchtend farbige Ballons, bestückt mit mutmachenden Gedanken und flehenden Gebeten, gipfelnd in der Osterbotschaft, die uns gerade in diesen Zeiten Hoffnung machen will. Vertraut darauf. Jetzt. Und immer: Das Leben siegt! Es war ein wunderbares Erlebnis, so viel Gemeinschaft zu spüren, wie an diesen Ostersonntag, der so ganz anders war als alle anderen Ostersonntage. Die Menschen standen auf ihren Balkonen, einige trauten sich näher heran und beobachteten von der Straße rund um die Kirche, viele waren in ihre Gärten gegangen, um mitzuerleben wie unsere Ballons zum Himmel aufstiegen. Und das von Jürgen Oelschläger und Stephan Schuppe gespielte Osterlob ließ einen freudigen Schauer über den Rücken laufen. Minuten später waren die Ballons nicht mehr zu sehen. Die Menschen winkten noch einmal aus ihren Gärten und von ihren Balkonen herunter, die Zuschauer entfernten sich. Das Leben in unserem Dorf war wieder in den Corona-Schlaf getaucht, oder? Nein. Nicht ganz. Denn etwas hatte sich verändert. Leuchtend farbige Ballons haben uns ein Gewölbe aus Licht gespannt unter dem wir nun leben dürfen mit der Gewissheit: Das Leben hat über den Tod gesiegt. Ein ganz anderes Osterfest war es. Aber es war wunderbar und lebensfroh, es war hoffnungsvoll und gemeinschaftsstiftend. So schnell wird dieses Ostern 2020 nicht vergessen werden. Wir danken vor allem der KFZ Werkstatt Manfred Hesse in Schönau für die Helium-Spende, dank derer wir unsere Ballons füllen und der Welt die Osterbotschaft verkünden konnten!

Ostern 2020

Worte zur Passionszeit und dem anstehenden Osterfest

Liebe Gemeinde, 


wir bereiten uns dieser Tage vor, auf  Karfreitag, auf Ostern. In der Passionszeit sind wir gedanklich mit den Jüngern unterwegs. Wir werden zu Jüngern, denn auch wir verstehen nicht, was tatsächlich geschieht. Auch wir verlieren den Mut. Es ist in dieser Woche nicht nur die Corona-Pandemie, die unser Leben auf den Kopf stellt. Nein, es ist vor allem der schreckliche Tod eines 18-Jährigen, der unser Dorf mit aller Wucht getroffen hat. Wir verstehen nicht, was hier geschehen ist. Wir bleiben fragend, weinend, verzweifelt zurück.

In der Karwoche werden wir den Jungen beerdigen. Das ist für uns Christen die dunkelste Woche des Kirchenjahres. Dieses Jahr ist sie noch dunkler. Es ist so dunkel, dass wir kaum Hoffnung haben, dass das österliche Licht zu uns durchdringt. Ich glaube, dass viele Menschen vor uns, diese Hoffnungslosigkeit, dieses unendliche Leid, diese allesumfassende Verzweiflung kennengelernt haben. Das Leben kann so grausam sein. 

Auch die Bibel berichtet in der Passionsgeschichte von dieser allesumfassenden Verzweiflung. Der Eltern, der Freunde, der Menschen, die mittleiden. Jesus selbst ist bis ins tiefste Innerste verzweifelt. Und er stirbt auf grausame Weise – alleine und niemand kann ihm helfen. 

Am Karfreitag endet die Welt. Für einen schrecklich langen Tag steht unsere Welt ohne Gott da. 

Aber: der Karfreitag hat nicht das letzte Wort. Damals nicht und heute auch nicht. 

Auch für uns wird Jesus auferstehen – an Ostern.

Wie damals, wie immer. 

Seit immer und für immer schaut Gott die Welt durch das Kreuz mit Liebe an. Mit einer Liebe, die stärker ist als der Tod. Unser Leben geschieht zwischen Karfreitag und Ostern. In unserem Leben folgen sich Morgengrauen und Sonnenuntergang. Und: dazwischen leben wir. In diesem Dazwischen, mit unserer Freude, mit unserem Leiden.

Den Sinn dahinter verstehen wir nicht. 

In allen Fragen, mit denen wir in dieser Karwoche konfrontiert sind, haben wir eine Gewissheit: in Gottes Augen ist die Welt schon erlöst. Hier haben wir Licht und Dunkelheit, Freude und Leid.

In Gott aber, in seiner Liebe, die das Kreuz und mit dem Kreuz die ganze Welt umarmt, ist die Dunkelheit besiegt. Möge unser Glaube uns durch diese dunkle Zeit tragen und uns das österliche Licht bringen. Das wünsche ich uns allen von Herzen!

 

In diesem Jahr können wir keine Kar-und Ostergottesdienste miteinander feiern. Wenn sie an einem Gottesdienst teilnehmen möchten, empfehle ich Ihnen den Livestream verschiedener Gemeinden oder die Fernseh-Gottesdienste.

Aber auch wir in Wilhelmsfeld wollen Ostern miteinander begehen und zwar auf eine besondere Weise: ab sofort liegen im Vorraum unserer Kirche Andachts-Blätter für Sie bereit. Von Gründonnerstag bis Ostern können Sie zu Hause eine Andacht feiern und gewiss sein, dass sie damit nicht alleine sind. Wer die Andachten haben möchte, sie aber nicht abholen kann, melde sich im Pfarramt: Tel. 1666.

Außerdem haben wir im Vorraum der Kirche Karten auslegen, auf die sie ein Gebetsanliegen schreiben können. Wenn Sie diese in die dafür vorgesehene Box einwerfen, werden wir sie an einen Luftballon binden und ihr Gebet am Ostersonntag um 10:00 Uhr mit Glockengeläut in den Himmel schicken. Die bunten Luftballons über unserem Dorf mögen uns am Ostersonntag zum Hoffnungszeichen werden, dass am Ende das Leben über den Tod siegt.


Luftballons


Ihre Pfarrerin Dr. Silke Dangel

Begeisterndes Benefizkonzert

WKKe.V

(PBa) Am Sonntag, dem 8. März 2020, haben unsere heimischen Künstler, Bettina Böttinger (Sopran), Jun Won Lee (Tenor) und So Young Kyoung (Orgel, Konzertflügel), in der sehr gut besuchten ev. Kirche Wilhelmsfeld ein Benefizkonzert gegeben, dessen Erlös für die anstehende Kirchensanierung bestimmt ist. Inhaltlich war das Konzert auf die Passionszeit abgestimmt. Es wurde von So Young Kyoung klangvoll mit zwei getragenen Orgelwerken des Barock (J.S. Bach; P.G.B. Martini) eingeleitet. In der Folge glänzten Bettina Böttinger und Jun Won Lee mit großen Stimmen sowie So Young Kyoung als souveräne Begleiterin am Flügel mit wunderbaren Werken von bekannten (J.S. Bach; A. Dvorak; J. Haydn; F. Mendelssohn) und weniger bekannten (D.L. Burgess; J.C. Guo; R. Trunk) Komponisten. Berührende Gesänge für Sopran oder Tenor wechselten mit Duetten für beide Stimmen, die durch ihren Klangreichtum besonders bestachen. Die begeisterten Zuhörer dankten mit stehenden Ovationen und erbaten eine Zugabe. Schließlich schlug sich der großartige Erfolg der Künstler auch in einer Spendensumme von 1030,00 € für die Kirchensanierung nieder, die ohne jeden Abzug an die Kirchengemeinde geht.

Inzwischen hat die Corona-Virus-Pandemie leider auch unsere Region erreicht. Wir bedauern sehr, dass wir das ursprünglich für den 5. April (Palmsonntag) vorgesehene Passionskonzert des Lupot Streichquartetts daher absagen müssen. In Zeiten von Corona wünschen wir ganz besonders allseits gute Gesundheit.

Glockengeläut ertönt wieder

In der evangelischen Kirche in Wilhelmsfeld ertönt wieder die Glocke. Längere Zeit war die Glocke aus technischen Gründen in der Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Kirche verstummt. Mit einer Spende der Volksbank Kurpfalz in Höhe von 1.750 Euro wurde die langersehnte Reparatur ermöglicht. 

„Ich glaube, viele Wilhelmsfelder haben das Glockengeläut sehr vermisst und freuen sich jetzt wieder darüber“, so Gemeindepfarrerin Dr. Silke Dangel.
Über die Spende freut sich ebenfalls Bürgermeister Christoph Oeldorf. „Dank der Unterstützung durch die Volksbank Kurpfalz konnte die technische Erneuerung jetzt zügig erfolgen“, hebt Christoph Oeldorf hervor.
„Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende die Reparatur der defekten Kirchenglocke unterstützen konnten“, sagten Vorstand Michael Hoffmann und Regionaldirektor Jürgen Seib bei der offiziellen Spendenübergabe vor der Kirche. Für die Reperatur hat die politische Gemeinde 3500 € gezahlt und die ev.Kirchengemeinde 1500 €.
Mit der Erbauung des Kirchturms im Jahr 1893 erhielt die Kirche eine Turmuhr. Zunächst mit mechanischem, ab den 1950er Jahren mit einem elektrischen Uhrwerk.

Kirchenglocke1

Bild v. l.: Jürgen Seib, Dr. Silke Dangel, Christoph Oeldorf, Michael Hoffmann

Konfirmationspredigt am 06.05.18

 

Konfirmationspredigt zu Matth. 28, 20
am 06.05.18 in Wilhelmsfeld

"You'll never walk alone"