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Erntedankgottesdienst im Rückblick

 

Mehr als 150 Erwachsene und über 30 Kinder sind zum ökumenischen Erntedankfest in die evangelische Kirche gekommen, um in einem Familiengottesdienst für all das zu danken, was sie im vergangenen Jahr von Gott empfangen haben. „Auf der Sonnenseite des Lebens?!“, so lautete das etwas ungewöhnliche Thema, das dem Erntedankgottesdienst mit seiner hellen Strahlkraft zugrunde lag.
Dank der großzügigen und reichlichen Erntegaben, die die Konfis mit viel Eifer im Dorf gesammelt haben, entstand ein herrlicher Gabenaltar, der große und kleine Menschen mit allen Sinnen erfahren ließ: es ist nicht selbstverständlich, dass wir genügend zum Leben haben. Gerade am Ende des Supersommers 2018 ist es gut, sich daran zu erinnern. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass wir im Leben Gutes empfangen. Es gibt Zeiten, in denen Menschen das erfahren müssen. „Auf der Sonnenseite des Lebens“ stehen zu dürfen, das ist ein Geschenk Gottes, das wir Menschen ebenso nötig haben, wie das tägliche Brot. „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“. Deshalb ist es gut, am Erntedankfest für all das zu danken, was unser Leben erhält und erhellt.
Nach dem gemeinsamen Beginn, gingen die Kinder in ihre kunterbunte Kinderkirche, um sich altersgerecht dem Thema Ernte und Dankbarkeit zu nähern. Die Erwachsenen durften sich in der von Pfarrer Gaiser gehaltenen Predigt zusprechen lassen, dass das Leben in jedem Augenblick, in den hellen und den dunklen Stunden, gehalten ist vom Schöpfer, der das Wachsen und Gedeihen will und fördert. Wer an Gott glaubt, der richtet seinen Dank an ihn. Doch auch wer nicht an Gott glaubt, kann sich anlässlich des Erntedankfests in Erinnerung rufen, wie abhängig wir im Leben davon sind, dass die Sonne scheint, dass Liebe unser Leben erhellt. Dankbarkeit bedeutet somit mehr: nämlich ein seltenes und tiefes Glück, das nicht käuflich ist und aus dem Empfinden herkommt, dass jemand meine Hoffnung und meinen Mangel mit einem Geschenk beantwortet. Und zwar aus Liebe heraus. Es ist nicht ganz leicht, das Erntedankfest als Lebensdank zu feiern und begreifen. Aber man kann sich diese Zusage schenken lassen, so die Früchte der Ernte. Der Bogen zur Dankbarkeit für die Ernte, das gute und sichere Leben, das wir in unserem Alltag führen, wurde musikalisch gestaltet von Jun Won Lee und Susanne Wuwer-Belz, sowie dem Posaunen- und Kirchenchor. Am Ende zogen die über 30 Kinder fröhlich, ausgelassen und dankbar mit selbstgestalteten Sonnenblumen in die Kirche ein und brachten die ganze Gemeinde dazu, ins Schöpferlob einzustimmen: Gottes Liebe ist so wunderbar groß!
Nach dem Gottesdienst fanden sich zahlreiche Gäste im Gemeindehaus ein, um sich beim Mittagessen Gesellschaft zu leisten und bei Kaffee und Kuchen vom reichlich ausgestatteten Buffet zu stärken. Katholische und Evangelische, Alte und Junge, Neuzugezogenen und Alteingesessene verbrachten einige Stunden in fröhlicher Runde. Auch diese Gemeinschaft ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Geschenk, für das wir dankbar sein dürfen! Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Helferinnen und Helfer, sowie die großzügigen Spender, ohne die ein solches Fest nicht möglich gewesen wäre. Hier geht unser besonderer Dank an die Firma Kidsmeals, die uns die Gemüsesuppe gespendet haben.
Ihre Pfarrerin Dr. Silke Dangel